ProLogCloud
FuE eines digital vernetzten Fertigungskonzeptes mit integrierter Prozesslogistik zur Herstellung innovativer Ultraschallsensoren am bayerischen Standort in Wemding
Projektbeschreibung
Das Projekt ProLogCloud ist ein Forschungsvorhaben für die Entwicklung eines Automatisierungskonzeptes für eine flexible Prozesslogistik bislang starr verketteter Produktionsschritte. Die Materialflusssteuerung wird dabei durch fahrerlose Transportsysteme übernommen. Die Algorithmenentwicklung und Integration der zugehörigen Steuerungssoftware in die bestehende Unternehmens-IT-Architektur ist eine wesentliche Forschungsfragestellung im Projekt. Dazu gehört auch die Konzeptionierung eines sicheren Datennutzungs- und -visualiserungskonzepts.
Motivation
Derzeit entwickelt Valeo am Standort Bietigheim eine neue Generation von Ultraschallsensoren, die neben einer höheren Leistungsfähigkeit auch die sicherheitstechnischen Anforderungen für den zukünftigen Einsatz im Bereich autonomes Fahren erfüllen. Durch neue Messalgorithmen kann die Reichweite und die Qualität der Objekterkennung der Sensoren erhöht und somit Objekte präziser und schneller detektiert werden. Der Einsatz dieser neuen Sensorgeneration für hochautomatisierte Fahrfunktionen erhöht auch die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit der Sensoren. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf die neu entstehenden Fertigungsanlagen am Standort Wemding. Über eine logische Vernetzung sowie der Digitalisierung der Fertigung wird der neue Sensor eng mit der Produktion verzahnt, so dass eine spätere Traceability jederzeit gegeben ist.
Ziele und Vorgehen
Ziel des Verbundvorhabens ProLogCloud ist die Entwicklung eines digital vernetzten Automatisierungskonzeptes, das die flexible und wirtschaftliche Fertigung von Ultraschallsensoren für den Bereich autonomes Fahren am bayerischen Standort Wemding ermöglicht.
Durch vernetzte Prozesse und Fertigungsanlagen soll eine cloudbasierte Produktionsplattform entwickelt werden, deren Anlagen über eine intelligente Prozesslogistik miteinander verbunden sind.
Der Produktionsprozess von Ultraschallsensoren der neuesten Generation mit erweiterter Funktionalität (Active-Safety-Kriterien für autonomes Fahren) verteilt sich heute auf vier in Reihe geschaltete Arbeitsschritte.
Dieser Fertigungsaufbau soll aufgelöst und durch individuell ansteuerbare Fertigungsinseln abgelöst werden. Die Fertigungsinseln werden über eine intelligente Prozesslogistik verbunden, so dass der Materialfluss optimiert und die gesamte Anlagetechnik schneller, qualitativ besser sowie wirtschaftlicher produzieren kann.
Die Verbundpartner aus Industrie und Wissenschaft sowie die Unterauftragnehmer aus dem Raum Bayerisch-Schwaben arbeiten interdisziplinär zusammen, um die technischen Herausforderungen und Risiken im Vorhaben lösen zu können.
Beteiligte Personen
- Prof. Dr. Florian Kerber
- Prof. Dr. Michael Krupp
- Prof. Dr.-Ing. Dominik Merli
- Stefanie Wucherer
- Cicero Ribeiro
- Isabella Lichtenstern
- Florian Fischer
- Marjan Isakovic
Projektleitung
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Konsortium
Förderung
Dieses Forschungsprojekt wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Bayerischen Verbundförderprogramms (BayVFP) – Förderlinie Digitalisierung – Förderbereich Elektronische Systeme.